Görlitz-Melaune

009„Nach etwas Hektik geht`s endlich los. Nach ca. 3 Kilometer sind wir am Anfang oder am Endpunkt: Grenzübergang von Polen. Es erwarten uns die Neise und die Kirche Peter und Paul. Das Wetter ist wunderbar. Bald liegt die Stadt mit ihren historischen Gebäuden hinter uns. Ca. 24 Kilometer sind die geplante Tagesleistung. 

007Erster Höhepunkt Manfred s Schuhe „Objekt Leisetreter! Schuhe ohne Sohlen eine echte Rarität“. Freundlicher Pilgerpunkt Melauner Scheune. Kosten der Übernachtung eine Spende. Abendessen in einer Gaststätte mit Geburtstagsgesellschaft und Musik. Erste Gedanken über die Natur und unsere Wanderung. Der Weg ist das Ziel und nun ist es soweit! Trotz 9 bis 10 Kilogramm Gewicht des Rucksacks ist die Stimmung noch in Ordnung. Aber etwas Stöhnen und Ächtzen über die Hitze ist zu hören.“

005Die Pfarrkirche St. Peter und Paul liegt in unmittelbarer Nähe der Neiße und des Grenzüberganges. Hier endet der polnische Weg und beginnt der ökumenische Pilgerweg nach Vacha. Hinter Ebersbach führte ein kleiner Feldweg die Königshainer Berge hinauf. Ein gefährliches Gebirge: Manfred’s Wanderschuhe streikten nachhaltig. Unter strahlenden blauen Himmel durchquerten wir anschließend weite Felder, die den Eindruck vermittelten, wir wären in einem sonnenheißen Land im Süden angekommen. Nach einer „mächtig“ anstrengenden Tour erreichten wir Abends die Jugendscheune Melaune – unsere erste Wegherberge. Hier hatte ein klarsichtiger Pilger im Gästebuch den Wunsch vermerkt, doch seine Füße bitte in der schönen Pilgerwohnung unter dem Dach lassen zu dürfen. Ein Anliegen, was wir durchaus verstanden.

Weiter zum nächsten Tag